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      <titleStmt>
        <title type="part">Lesson by R. Hill on Probstück 4</title>
        <editor>
          <persName xml:id="pfeffer">
            <surname>Pfeffer</surname>
            <forename>Niels</forename>
          </persName>
        </editor>
      </titleStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>
          <persName>
            <surname>Pfeffer</surname>
            <forename>Niels</forename>
          </persName>
        </publisher>
        <availability>
          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0">
            <p>Creative Commons Attribution 4.0 International License</p>
          </licence>
        </availability>
      </publicationStmt>
      <sourceDesc>
        <recordingStmt>
          <recording type="audio">
            <respStmt>
              <resp>Edited by</resp>
              <persName role="editor">Niels Pfeffer</persName>
            </respStmt>
          </recording>
        </recordingStmt>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
    <profileDesc>
      <langUsage>
        <language ident="de">German</language>
        <language ident="en">English</language>
      </langUsage>
      <particDesc>
        <listPerson>
          <person xml:id="rh" role="teacher">
            <persName ref="http://d-nb.info/gnd/12461261X">Robert Hill</persName>
          </person>
          <person xml:id="np" role="student">
            <persName>Niels Pfeffer</persName>
          </person>
        </listPerson>
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      <settingDesc>
        <setting>
          <date when-iso="2019-05-17">17 May 2019</date>
          <name type="place">Hochschule für Musik</name>
          <name type="city">Freiburg im Breisgau, Germany</name>
        </setting>
      </settingDesc>
    </profileDesc>
  </teiHeader>
  <text>
    <body>
      <div type="score">
        <figure type="notatedMusic">
          <head xml:lang="en">Partial realisation by Robert Hill, transcribed from the lesson</head>
          <notatedMusic xml:id="score">
            <ptr target="score.xml"/>
          </notatedMusic>
        </figure>
      </div>

      <div type="transcription">
        <head>
          <title type="full">
            <title type="main">
              Lesson on Prob-Stück 4
            </title>
            <title type="sub">
              <name type="place">MH Freiburg</name>,
              <date when="2019-05-17">17 May 2019</date>
            </title>
          </title>
        </head>

        <kinesic who="#np" type="playing" rend="hidden"><desc>spielt</desc></kinesic>

        <u who="#rh">
          Das Problem ist, dass er dieses Probstück so homogen schreibt.
          Es gibt nicht so viele Möglichkeiten, etwas anderes zu tun, als er vorschreibt.
          Wenn er sagt <q type="written">mit kurzen Schlägen</q>,
          mach es wirklich kurz.
          <q type="written">Ungebrochen</q> heißt <q type="soCalled">unverziert</q>,
          denke ich, aber
          auf jeden Fall mehr in diese Richtung als in die andere.

          Ich würde es auch nicht arpeggieren. Wie voll ist <q type="written">voll</q>?
        </u>

        <u who="#rh">
          Kannst du es so spielen, dass es noch mehr klingt wie ein Barockorchester so etwas tun würde?
          Es scheint mir sehr orchesterhaft zu sein, wie der Anfang eines italienischen Concerto.
        </u>

        <u who="#rh">
          Ich würde auch nicht in eine tiefere Lage gehen.
        </u>

        <kinesic who="#rh" type="playing">
          <desc>
            spielt Takt 1

            <ptr type="audio" mimeType="audio/ogg" target="example1.ogg" />
          </desc>
        </kinesic>

        <u who="#rh">
          Also was ich jetzt hier tue, ist –

          <kinesic who="#rh" type="playing">
            <desc>
              spielt die <ref target="#m1-001 #m1-002 #m1-003 #m1-004">ersten zwei Akkorde mit etwas übergehaltenen Außenstimmen.</ref>

              <ptr type="audio" mimeType="audio/ogg" target="example2.ogg" />
            </desc>
          </kinesic>

          – sodass die Außenstimmen länger resonieren können.
        </u>

        <kinesic who="#rh" type="playing">
          <desc>
            spielt Takte 1–3. <ref target="#tempo-001">Takt 2 im ritardando</ref>, <ref target="#tempo-002">Takt 3 a tempo</ref>.

            <ptr type="audio" mimeType="audio/ogg" target="example2-1.ogg" />
            <ptr type="transcription" target="example2-1.xml" />
          </desc>
        </kinesic>

        <u who="#rh">
          Die <ref target="#m2-001 #m2-002">Akkordangebung am Anfang vom zweiten Takt</ref> würde ich
          etwas weicher gestalten, sodass es
          den Charakter schon wechselt.

          Das dürfte eher in seinem Sinne sein, als tiefer und dicker zu spielen.
        </u>

        <u who="#rh">
          Jetzt zu <ref target="#m3">Takt 3</ref>.

          Ich finde das Problem liegt darin, wie man den Akkorden und dem Akkordsatz
          einen besonderen Charakter geben kann.
          <q type="written">Verlangt einen besonderen Diskant</q>. Was will er damit sagen?
          Ich gehe davon aus, dass das
          <q type="written">so stark wie möglich</q>
          als Kontrast zum
          <q type="written">besonderen Diskant</q>
          gedacht ist.
          Kannst du ab Takt 3 nur die rechte Hand spielen?
        </u>

        <kinesic who="#np" type="playing">
          <desc>
            spielt nur mit rechter Hand.
          </desc>
        </kinesic>

        <u who="#rh">
          Und wenn das etwas mehr einen sostenuto-Charakter hätte? Und tanzender und
          etwas mehr aus dem 12/8 herausholend?

          <kinesic who="#rh" type="playing">
            <desc>spielt T. 3 erstes Viertel</desc>
          </kinesic>

          <kinesic who="#rh" type="playing">
            <desc>spielt T. 3 erstes Viertel erneut, <ref target="#m3-001 #m3-002">e-fis</ref> überlegato</desc>
          </kinesic>
          <kinesic who="#rh" type="playing">
            <desc>spielt T. 3 erstes Viertel in Oktaven.</desc>
          </kinesic>
          <kinesic who="#rh" type="playing">
            <desc>
              spielt erneut T. 3 erste zwei Viertel in Oktaven,
              verdoppelte Noten wie z.B.
              <ref target="#m3-000 #m3-001">e-e</ref> und
              <ref target="#m3-003 #m3-004">d-d</ref> legato,
              quantitativer Akzent <ref target="#m3-005 #m3-006">auf den höchsten Tönen</ref>
              und agogischer Verkürzung der <ref target="#m3-007 #m3-008 #m3-009 #m3-010">32stel-Noten</ref>.

              <ptr type="audio" mimeType="audio/ogg" target="example3.ogg"/>
            </desc>
          </kinesic>
        </u>

        <kinesic who="#rh" type="playing">
          <desc>
            spielt mit gleicher agogischer Gestalt nur linke Hand.
          </desc>
        </kinesic>

        <u who="#rh" trans="latching">
          Etwas gesanglichlicher.
        </u>

        <kinesic who="#rh" type="playing">
          <desc>
            <ref target="#m3 #m4">spielt ab T. 3 zunächst nur linke Hand,
              dann mit rechter Hand jeden Akkord arpeggiando bis T. 4 Mitte</ref>.

            <ptr type="transcription" target="example4.xml" />
            <ptr type="audio" mimeType="audio/ogg" target="example4.ogg" />
          </desc>
        </kinesic>

        <kinesic who="#rh" type="playing">
          <desc>
            spielt <ref target="#m4-000 #m4-001">T. 4 zweite Hälfte</ref>.

            <ptr type="transcription" target="example5.xml" />
          </desc>
        </kinesic>

        <kinesic who="#rh" type="playing">
          <desc>
            spielt erneut T. 3, nur rechte Hand, arpeggiando.
          </desc>
        </kinesic>

        <u who="#rh">Es klingt noch zu laut.</u>

        <kinesic who="#rh" type="playing">
          <desc>
            spielt T. 3 nur rechte Hand mit mehr Bindungen:
            <ptr type="transcription" target="example6.xml" />
            <ptr type="audio" mimeType="audio/ogg" target="example6.ogg" />
          </desc>
        </kinesic>

        <u who="#rh">So klingt es lieblicher.</u>

        <kinesic who="#rh" type="playing">
          <desc>spielt</desc>
        </kinesic>

        <u who="#rh">
          Und wie ist die harmonische Verbindung zwischen
          <ref target="#m5-000">hier</ref>
          und <ref target="#m-250 #m-251">da</ref>?
        </u>

        <kinesic who="#rh" type="playing">
          <desc>
            spielt eine Partimentoreduktion
          </desc>
        </kinesic>

        <u who="#rh">
          Man darf nicht das <ref target="#m-253">d</ref>, sondern muss das <ref target="#m-254">c</ref> als Instanz nehmen.
        </u>

        <kinesic who="#rh" type="playing">
          <desc>spielt Übergang von Takt 5 auf 6.</desc>
        </kinesic>

        <kinesic who="#np" type="playing">
          <desc>
            spielt erneut den Übergang, aber Takt 6 harmonisch verändert:
            <ptr type="transcription" target="example7.xml" xml:id="example7" />
          </desc>
        </kinesic>

        <u who="#rh">
          Mit Zäsur würde <ref target="#example7">das</ref> gehen.
        </u>

        <u who="#rh">
          Es ist besser, wenn du <ref target="#m-251">hier</ref> aus dem Obermanual zurückkommst,
           dann ist es plausibler.
        </u>

        <u who="#np">Und an der Stelle:</u>

        <kinesic who="#np" type="playing">
          <desc>wechselt <ref target="#m-298">auf der 1 von Takt 7</ref> ins Obermanual.</desc>
        </kinesic>

        <u who="#rh">
          Ich würde das in den Bass nehmen,
          weil es so häufig in dieser  Lage gewesen ist.
        </u>

        <kinesic who="#rh" type="playing">
          <desc>
            spielt <ref target="#m-327">Takt 8</ref> und nimmt die von Mattheson vorgesehene
            Figuration in den Bass:

            <ptr type="transcription" target="example8.xml" />
          </desc>
        </kinesic>

        <u who="#rh">
          Kennst du das Prelude der aus B-Dur-Suite von
            <persName corresp="#ed_lhv_3sx_qlb">Händel</persName>?
        </u>

        <kinesic who="#rh" type="playing">
          <desc>spielt den Anfang des B-Dur-Preludes</desc>
        </kinesic>

        <kinesic who="#rh" type="playing">
          <desc>
            spielt <ref target="#m10">T. 10.</ref>

            <ptr type="transcription" target="example10.xml" />
            <ptr type="audio" mimeType="audio/ogg" target="example10.ogg" />
          </desc>
        </kinesic>

        <kinesic who="#np" type="playing">
          <desc>spielt bis T. 12</desc>
        </kinesic>
        <u who="#rh">
          Und dann <ref target="#m12">hier</ref> die rechte Hand eine Oktave tiefer, während die linke Hand bleibt. Die rechte
          Hand also als tiefe Solostimme gedacht.
        </u>
        <kinesic who="#rh" type="playing">
          <desc>
            spielt ab <ref target="#m12">T. 12</ref> auf zwei Manualen:
            <ptr type="transcription" target="example11.xml" />
          </desc>
        </kinesic>

        <kinesic who="#rh" type="playing">
          <desc><ref target="#m-637">spielt T. 14 Schlag 4</ref> auf Obermanual als Echo.</desc>
        </kinesic>


        <u who="#rh">
          <foreign xml:lang="en">
            I think, the more you take it as a sketch, the happier you'll be. Apparently because
            it's just too crude, it's not worked out, it's not even an attempt to really
            work it out.
            You could say it's a set of ideas, and he writes them down and he does not
            really care what you do with them, as long as it
            is in the <distinct xml:lang="de">Sinne</distinct> of the piece which is –
            it is a platform of your imagination. I think the more you look at it like that the
            happier you'll be.
          </foreign>
        </u>

        <u who="#rh">
          Here are arpeggios <gap reason='inaudible' />
        </u>
        <kinesic who="#rh" type="playing">
          <desc>
            spielt <ref target="#m21 #m22">T. 21f.</ref>, ab
            <ref target="#ex9-001">G</ref> auf Obermanual:
            <ptr type="transcription" target="example9.xml" />
          </desc>
        </kinesic>

        <kinesic who="#np" type="playing">
          <desc>spielt T. 21–24</desc>
        </kinesic>

        <u who="#rh">
          Vielleicht
          das hier laut und das leise?
          Dass also die rechte Hand oben ist
          an <ref target="#m-1032">dieser Stelle</ref>.
          Und etwas Vergleichbares hier. Das hier unten, <ref target="#m-1007">das</ref> oben.
        </u>

        <kinesic who="#rh" type="playing">
          <desc>
            spielt in T. 23 linke Hand auf Ober- und rechte Hand auf Untermanual
            und in T. 24 umgekehrt.
          </desc>
        </kinesic>

        <u who="#rh">
          <ref target="#m-1114 #m-1115 #m-1179 #m-1180">Das</ref> ist die Variation auf
          diesen ersten Anfang. Vielleicht muss man
          die linke Hand immer noch ein bisschen "trocken" spielen.
        </u>
        <kinesic who="#np" type="playing">
          <desc>spielt ab T. 25 Mitte linke Hand mit "trockenen" Arpeggi.</desc>
        </kinesic>

        <u who="#rh">
          Ich habe überlegt, ob mittlerweile
          bei dieser Stelle die linke Hand nicht umgeschrieben
          werden könnte, weil es so häufig wiederholt wird.
        </u>
        <kinesic who="#rh" type="playing">
          <desc>
            spielt <ref target="#m26-000 #m26-001 #m27-000 #m27-001">ab T. 26 Mitte mit Bassvariation:
              <note type="editorial" resp="#pfeffer">
                Die folgende Figuration wurde in den Noten leicht angepasst,
                um in den 12/8-Takt zu passen.
              </note></ref>
            <ptr type="transcription" target="example12.xml" />
          </desc>
        </kinesic>

        <u who="#rh">
          <foreign xml:lang="en">Something that seems to have another variation character on the bass and
          also sustains this basic idea of a singing.
          It is actually quite</foreign> lieblich.
          Nicht so grob und schroff, sondern freundlicher.
        </u>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
