Lesson on Prob-Stück 4 MH Freiburg, 05/17/2019 Robert Hill Niels Pfeffer spielt Das Problem ist, dass er dieses Probstück so homogen schreibt. Es gibt nicht so viele Möglichkeiten, etwas anderes zu tun, als er vorschreibt. Wenn er sagt mit kurzen Schlägen, mach es wirklich kurz. Ungebrochen heißt unverziert, denke ich, aber auf jeden Fall mehr in diese Richtung als in die andere. Ich würde es auch nicht arpeggieren. Wie voll ist voll? Kannst du es so spielen, dass es noch mehr klingt wie ein Barockorchester so etwas tun würde? Es scheint mir sehr orchesterhaft zu sein, wie der Anfang eines italienischen Concerto. Ich würde auch nicht in eine tiefere Lage gehen. spielt Takt 1 Also was ich jetzt hier tue, ist – spielt die ersten zwei Akkorde mit etwas übergehaltenen Außenstimmen. – sodass die Außenstimmen länger resonieren können. spielt Takte 1–3. Takt 2 im ritardando, Takt 3 a tempo. Die Akkordangebung am Anfang vom zweiten Takt würde ich etwas weicher gestalten, sodass es den Charakter schon wechselt. Das dürfte eher in seinem Sinne sein, als tiefer und dicker zu spielen. Jetzt zu Takt 3. Ich finde das Problem liegt darin, wie man den Akkorden und dem Akkordsatz einen besonderen Charakter geben kann. Verlangt einen besonderen Diskant. Was will er damit sagen? Ich gehe davon aus, dass das so stark wie möglich als Kontrast zum besonderen Diskant gedacht ist. Kannst du ab Takt 3 nur die rechte Hand spielen? Student spielt nur mit rechter Hand. Und wenn das etwas mehr einen sostenuto-Charakter hätte? Und tanzender und etwas mehr aus dem 12/8 herausholend? spielt T. 3 erstes Viertel spielt T. 3 erstes Viertel erneut, e-fis überlegato spielt T. 3 erstes Viertel in Oktaven. spielt erneut T. 3 erste zwei Viertel in Oktaven, verdoppelte Noten wie z.B. e-e und d-d legato, quantitativer Akzent auf den höchsten Tönen und agogischer Verkürzung der 32stel-Noten. spielt mit gleicher agogischer Gestalt nur linke Hand. Etwas gesanglichlicher. spielt ab T. 3 zunächst nur linke Hand, dann mit rechter Hand jeden Akkord arpeggiando bis T. 4 Mitte. spielt T. 4 zweite Hälfte. spielt erneut T. 3, nur rechte Hand, arpeggiando. Es klingt noch zu laut. spielt T. 3 nur rechte Hand mit mehr Bindungen: So klingt es lieblicher. spielt Und wie ist die harmonische Verbindung zwischen hier und da? spielt eine Partimentoreduktion Man darf nicht das d, sondern muss das c als Instanz nehmen. spielt Übergang von Takt 5 auf 6. spielt erneut den Übergang, aber Takt 6 harmonisch verändert: Mit Zäsur würde das gehen. Es ist besser, wenn du hier aus dem Obermanual zurückkommst, dann ist es plausibler. Und an der Stelle: wechselt auf der 1 von Takt 7 ins Obermanual. Ich würde das in den Bass nehmen, weil es so häufig in dieser Lage gewesen ist. spielt Takt 8 und nimmt die von Mattheson vorgesehene Figuration in den Bass: Kennst du das Prelude der aus B-Dur-Suite von Händel? spielt den Anfang des B-Dur-Preludes spielt T. 10. spielt bis T. 12 Und dann hier die rechte Hand eine Oktave tiefer, während die linke Hand bleibt. Die rechte Hand also als tiefe Solostimme gedacht. spielt ab T. 12 auf zwei Manualen: spielt T. 14 Schlag 4 auf Obermanual als Echo. I think, the more you take it as a sketch, the happier you'll be. Apparently because it's just too crude, it's not worked out, it's not even an attempt to really work it out. You could say it's a set of ideas, and he writes them down and he does not really care what you do with them, as long as it is in the Sinne of the piece which is – it is a platform of your imagination. I think the more you look at it like that the happier you'll be. Here are arpeggios spielt T. 21f., ab G auf Obermanual: spielt T. 21–24 Vielleicht das hier laut und das leise? Dass also die rechte Hand oben ist an dieser Stelle. Und etwas Vergleichbares hier. Das hier unten, das oben. spielt in T. 23 linke Hand auf Ober- und rechte Hand auf Untermanual und in T. 24 umgekehrt. Das ist die Variation auf diesen ersten Anfang. Vielleicht muss man die linke Hand immer noch ein bisschen "trocken" spielen. spielt ab T. 25 Mitte linke Hand mit "trockenen" Arpeggi. Ich habe überlegt, ob mittlerweile bei dieser Stelle die linke Hand nicht umgeschrieben werden könnte, weil es so häufig wiederholt wird. spielt ab T. 26 Mitte mit Bassvariation: Die folgende Figuration wurde in den Noten leicht angepasst, um in den 12/8-Takt zu passen. Something that seems to have another variation character on the bass and also sustains this basic idea of a singing. It is actually quite lieblich. Nicht so grob und schroff, sondern freundlicher.