Probstück 4 (Lesson by Hill). Ed. by Niels Pfeffer. In: Probstücke Digital, version 1.0.0. https://probstuecke-digital.de/ps4-004/.
Partial realisation by Robert Hill, transcribed from the lesson Lesson on Prob-Stück 4 MH Freiburg, 17 May 2019 Robert Hill: Das Problem ist, dass er dieses Probstück so homogen schreibt. Es gibt nicht so viele Möglichkeiten, etwas anderes zu tun, als er vorschreibt. Wenn er sagt mit kurzen Schlägen, mach es wirklich kurz. Ungebrochen heißt unverziert, denke ich, aber auf jeden Fall mehr in diese Richtung als in die andere. Ich würde es auch nicht arpeggieren. Wie voll ist voll? Robert Hill: Kannst du es so spielen, dass es noch mehr klingt wie ein Barockorchester so etwas tun würde? Es scheint mir sehr orchesterhaft zu sein, wie der Anfang eines italienischen Concerto. Robert Hill: Ich würde auch nicht in eine tiefere Lage gehen. Robert Hill spielt Takt 1 Robert Hill: Also was ich jetzt hier tue, ist – Robert Hill spielt die ersten zwei Akkorde mit etwas übergehaltenen Außenstimmen. – sodass die Außenstimmen länger resonieren können. Robert Hill spielt Takte 1–3. Takt 2 im ritardando, Takt 3 a tempo. Robert Hill: Die Akkordangebung am Anfang vom zweiten Takt würde ich etwas weicher gestalten, sodass es den Charakter schon wechselt. Das dürfte eher in seinem Sinne sein, als tiefer und dicker zu spielen. Robert Hill: Jetzt zu Takt 3. Ich finde das Problem liegt darin, wie man den Akkorden und dem Akkordsatz einen besonderen Charakter geben kann. Verlangt einen besonderen Diskant. Was will er damit sagen? Ich gehe davon aus, dass das so stark wie möglich als Kontrast zum besonderen Diskant gedacht ist. Kannst du ab Takt 3 nur die rechte Hand spielen? Niels Pfeffer spielt nur mit rechter Hand. Robert Hill: Und wenn das etwas mehr einen sostenuto-Charakter hätte? Und tanzender und etwas mehr aus dem 12/8 herausholend? Robert Hill spielt T. 3 erstes Viertel Robert Hill spielt T. 3 erstes Viertel erneut, e-fis überlegato Robert Hill spielt T. 3 erstes Viertel in Oktaven. Robert Hill spielt erneut T. 3 erste zwei Viertel in Oktaven, verdoppelte Noten wie z.B. e-e und d-d legato, quantitativer Akzent auf den höchsten Tönen und agogischer Verkürzung der 32stel-Noten. Robert Hill spielt mit gleicher agogischer Gestalt nur linke Hand. Robert Hill: Etwas gesanglichlicher. Robert Hill spielt ab T. 3 zunächst nur linke Hand, dann mit rechter Hand jeden Akkord arpeggiando bis T. 4 Mitte. Robert Hill spielt T. 4 zweite Hälfte. Robert Hill spielt erneut T. 3, nur rechte Hand, arpeggiando. Robert Hill: Es klingt noch zu laut. Robert Hill spielt T. 3 nur rechte Hand mit mehr Bindungen: Robert Hill: So klingt es lieblicher. Robert Hill spielt Robert Hill: Und wie ist die harmonische Verbindung zwischen hier und da? Robert Hill spielt eine Partimentoreduktion Robert Hill: Man darf nicht das d, sondern muss das c als Instanz nehmen. Robert Hill spielt Übergang von Takt 5 auf 6. Niels Pfeffer spielt erneut den Übergang, aber Takt 6 harmonisch verändert: Robert Hill: Mit Zäsur würde das gehen. Robert Hill: Es ist besser, wenn du hier aus dem Obermanual zurückkommst, dann ist es plausibler. Niels Pfeffer: Und an der Stelle: Niels Pfeffer wechselt auf der 1 von Takt 7 ins Obermanual. Robert Hill: Ich würde das in den Bass nehmen, weil es so häufig in dieser Lage gewesen ist. Robert Hill spielt Takt 8 und nimmt die von Mattheson vorgesehene Figuration in den Bass: Robert Hill: Kennst du das Prelude der aus B-Dur-Suite von Händel? Robert Hill spielt den Anfang des B-Dur-Preludes Robert Hill spielt T. 10. Niels Pfeffer spielt bis T. 12 Robert Hill: Und dann hier die rechte Hand eine Oktave tiefer, während die linke Hand bleibt. Die rechte Hand also als tiefe Solostimme gedacht. Robert Hill spielt ab T. 12 auf zwei Manualen: Robert Hill spielt T. 14 Schlag 4 auf Obermanual als Echo. Robert Hill: I think, the more you take it as a sketch, the happier you'll be. Apparently because it's just too crude, it's not worked out, it's not even an attempt to really work it out. You could say it's a set of ideas, and he writes them down and he does not really care what you do with them, as long as it is in the Sinne of the piece which is – it is a platform of your imagination. I think the more you look at it like that the happier you'll be. Robert Hill: Here are arpeggios Robert Hill spielt T. 21f., ab G auf Obermanual: Niels Pfeffer spielt T. 21–24 Robert Hill: Vielleicht das hier laut und das leise? Dass also die rechte Hand oben ist an dieser Stelle. Und etwas Vergleichbares hier. Das hier unten, das oben. Robert Hill spielt in T. 23 linke Hand auf Ober- und rechte Hand auf Untermanual und in T. 24 umgekehrt. Robert Hill: Das ist die Variation auf diesen ersten Anfang. Vielleicht muss man die linke Hand immer noch ein bisschen "trocken" spielen. Niels Pfeffer spielt ab T. 25 Mitte linke Hand mit "trockenen" Arpeggi. Robert Hill: Ich habe überlegt, ob mittlerweile bei dieser Stelle die linke Hand nicht umgeschrieben werden könnte, weil es so häufig wiederholt wird. Robert Hill spielt ab T. 26 Mitte mit Bassvariation: Die folgende Figuration wurde in den Noten leicht angepasst, um in den 12/8-Takt zu passen. Robert Hill: Something that seems to have another variation character on the bass and also sustains this basic idea of a singing. It is actually quite lieblich. Nicht so grob und schroff, sondern freundlicher.